Florenz oder eine illegale Diyani? 

Ausflüge mit der Familie waren für mich als Teenager wie eine gagenfreie Teilnahme bei “Holt mich hier raus”. Der Dschungelcamp war de auf kleinem Raum konzentrierten Familienmitglieder mit einziger Fluchtmöglichkeit ins Klo. So was muss daher gut überlegt sein, längere Gesprächspausen und Kontakt zu Babies müssen strikt vermieden werden, denn sonst folgt, was folgen muss: ‘Ayooo, wir werden nie Enkelkinder hoppern dürfen. Unsere egoistischen Kinder werden uns diese Freude wohl nie machen. Ihr bringt uns noch ins Grab und dann werdet ihr schon verstehen!’

Aber um etwas wesentlich wichtigeres hatte ich zu wenige Gedanken verschwendet:

Als ich in Vorbereitung auf meine Iran-Reise meinen Reisepass aushändigen musste, hatte ich schon ein ungutes Gefühl. Ohne meinem Pass? ‘Ja, kein Problem. Das machen wir immer so, für Reisen innerhalb Europas ist eine Kopie ausreichend’, lauteten die Worte der Reisekauffrau. Die Worte des, durch meine Vehemenz etwas unrunden, Busfahrers: ‘Bei uns gelten andere Richtlinien, ich werde zu Ihrem Schlepper, wenn ich Sie mitnehme! ‘

‘Ich war eh schon lang nicht mehr abgeschleppt worden’, dachte sich mein sarkastisch-amüsiertes  Ich, mein innerlich tobendes, nach außen hin mit all ihren Ausweisen um sich werfendes, Ich wäre am liebsten mit der rechten Hand an mein Herz greifend theatralisch zusammen gefallen! Ich darf nicht mit, ich muss hier bleiben, am Villacher Bahnhof! Nichts ahnte ich bei dieser Überzeugungsarbeit von dem Stress, der mir bevor stand, als die italienische Grenzpolizei zustieg. 

Die Ö24 Schlagzeile: 

Ausländerin versucht illegale Ausreise und gibt sich  als Ärztin aus! 

Nun. Ich durfte mitfahren. Nur als die Polizia kurz vor den Toren Italiens den Bus anhielt, erlitt ich einen kleinen Schlaganfall. (Der Busfahrer hoffentlich nicht.)

Ganz cool, meine Gangster-Gelassenheit ausgepackt, streckte ich dem Polizisten die Farbkopie entgegen. Er lächelte, ‘ah Austria!’, und ging weiter. 

Da erlitt ich das Erleichterungs-Schlagerl. 

In meinen anschließend zu hauf geführten Gesprächen erfuhr ich Folgendes:

Das Außenministerium informierte mich, dass ich genau vor Italien hätte Probleme bekommen können, denn all meine Dokumente wären nur als Jausenpapier gut gewesen, und ich glaub in einem italienischen Gefängnis gibt es keine Wurstsemmeln.

Die Botschaft in Rom erklärte, dass die Kontrollen wegen dem bevorstehenden G7 Gipfel stattfanden. 

Beide konnten mir aber keine Lösung für eine glimpfliche Einreise nach Österreich nennen. Wie es weiterging, weiter unten. 

An 1.Tag ging es, wie es sich für brave Touristen gehört, zum Dom. Ein imposanter Bau, steht im Reiseführer. Ein gestreiftes Ufo inmitten von engen Gassen, sage ich. So platziert, dass man von  den Enden mehrer Gassen einen Blick darauf haben konnte. 

Heinrich Heine beschreibt den Dom so und trifft es gar gut:

In der Ferne scheint es, als sei er aus weißem Postpapier geschnitzelt, und in der Nähe erschrickt man, daß dieses Schnitzwerk aus unwiderlegbarem Marmor besteht. Die unzähligen Heiligenbilder, die das ganze Gebäude bedecken, die überall unter den gotischen Krondächlein hervorgucken, und oben auf allen Spitzen gepflanzt stehen, dieses steinerne Volk verwirrt einem fast die Sinne. Betrachtet man das ganze Werk etwas länger, so findet man es doch recht hübsch, kolossal niedlich, ein Spielzeug für Riesenkinder.

Dabei wurde die Kuppel im 15.Jhd errichtet um ein Loch zu stopfen! Und der Maurer, Brunelleschi,  für seine Unerfahrenheit erst belacht (das Ding werde über ihm zusammen brechen) und dann als einziger Nicht – Geistlicher in der Krypta des Doms beerdigt. 

Um den täglich gesunden 10000 Schritte näher zu kommen, stiegen wir 414 Stufen (Da Menschen, die an Herzkrankheiten  (und solche, die an Quengeleritis) leiden besser nicht hinauf marschieren sollen, gönnte sich unser Vater zu Fuße des Doms einen teuren Espresso) zum Glockenturm hinauf. Schwindel?  Ich? Iwo… Gute solide Steintreppen umgeben von dicken Mauerwerk. Bissl platzängstlich wurde ich (mir kann man es auch nie recht machen) aber wohl. 

Von  weit oben erstreckt sich Florenz in all ihrer italienischen Terracotta- Pracht bei blauestem Himmel unter uns.

Vorbei am Palazzo Medici ging es dann in Richtung… 

David

 

in der, eigens für ihn im 19.Jhd erbauten, Galleria dell’ Accademia

Unbestritten. Ein schöner Mann… Sein Blick schweift weit über unsere Köpfe hin weg, seiner Wirkung allzu bewusst (und das, obwohl er vorher nur ein ungehauener Marmor war, der das Glück hatte durch Michelangelos Hände zu gleiten)  aber mit einem Anflug von Zweifel, die seine Stirn in Falten wirft. Sein prächtiger Gluteus erhebt sich stramm über eine in Reihe sitzender glotzender Zuschauer und sein viel belachtes gutes Stück verliert irgendwie bei all der restlichen Pracht an Signifikanz.

Ich war schon ziemlich hingerissen. 5m großer Mann! Ich ging noch dreimal zurück um ihn mir einzuprägen (für den Fall, dass ich im Gefängnis sitzend nie mehr einer solchen Vollendung ansichtig werde) 

2.Tag

In der Galleria degli Uffizi wird hinter Glas die wunderbare Geburt der Venus von Botticelli präsentiert- der erste weibliche Aktion der Neuzeit. Während ich da so stand und einfach bewunderte, wie ihr Haar die Sonne einfängt und im Wind zieht,  Rosen sie umflattert und sie wahrlich den Eindruck macht, eben auf die Erde gepurzelt zu sein und sich überhaupt nicht darüber bewusst war, dass sämtliche Götter um ihrer Ankunft wegen soviel Aufhebens machen, wird ein Selfie nach dem anderen mit Venus im Hintergrund geschossen. Warum? Warum? 

Eine besonders gute Idee war der Gipsnachbau für sehbehinderte nebst dem Gemälde, sehr detailliert und fühlt sich so wunderbar an wie sie sich ansieht. 

Venus (Aphrodite für eure Griechen unter Euch) ist die Tochter des Meeres, in das der Samen des durch Saturn (Kronos) entmannten Uranus fiel (all das angestiftet von einer Frau, Geia). Venus  wird mit Hilfe von Zephyr und Chloris sanft an die Küste von Zypern in die Arme von Genius, die mit einem Blumengewand wartet sie zu bedecken, geweht. 

 Die Uffizien bergen einige, wenn nicht die, bedeutendsten Renaissance Maler. Und als Prachtraum das Tribunal mit einem Kuppeldach, das über und über mit Perlmutt besetzt ist (6000 Muscheln). 

Und als besonderes Besondernis: Da Vincis unvollendete Adorazione dei Magi

Und vielleicht hat er beim Schaffen von Annunciazione schon geahnt wie essentiell heute die Selbstdarstellung ist… 

Ach, und was wäre ein Tag in Florenz ohne ein Stelldichein mit David? Wenn auch nur mit seinen Doubles in Gips und Bronze. (ich lasse meiner Fantasie zu Liebe den homoerotischen Aspekt, der mir nicht entgangen ist, bewusst weg.) 

Zum Abschluss des Tages erhaschten wir noch einen Blick vom Piazzale Michelangelo über die Stadt hinter der sich dicke Regenwolken formierten. Von der Anhöhe erst wird einem die Wucht des Doms bewusst, wie er thront und sich erhebt, wie die Kirche aller Kirchen. 

Ob ich nun hinter Gitter sitze? Die Minuten über die Grenzen waren etwas stressig und ich verstehe noch immer nicht warum es für EU Bürger nicht auch andere Möglichkeiten gibt. Aber im Prinzip habe ich einen Fehler gemacht und tu mir gerade schwer, ihn mir einzugestehen… 

Peace and out… 

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Das letzte  Jahr im “Anfang 30er”Club

Geburtstagsblues…. Quarter life crisis hab ich verschlafen, für Mid-life crisis bin ich zu früh dran. Da bleibt nur der Blues…

34. Vier und Dreißig. Eine gemeine Zahl, wie ich finde. Ich fühle mich mehr wie die Quersumme von ihr. 7.

Dreißig werden, war nicht schlimm. Dreißig bleiben hingegen, ist schwierig. Und wenn ich, selten genug, mal ehrlich zu mir bin, ist das auch aussichtslos.

Es ist mir noch immer oder immer weniger möglich, mich nicht zu vergleichen. Wer bin ich im Vergleich zu dir? Was bin ich im Vergleich zu dir? Wo bin ich im Vergleich zu dir? Und vor allem, warum bin ich anders als du? Warum bin ich mit 34 noch lang nicht beim Abschluss (m)eines Lebensplans? Übrigens war es meine Gynäkologen, die mich recht rüde darauf hinwies, dass ich mir doch recht verspätet theoretische Gedanken über Kinder mache. Und um ganz ehrlich zu sein, bin ich für gewisse Dinge doch zu spät dran.

Entschuldigung, dachte ich, ich hab vor gefühlten 3 Jahren erst meinen Babyspeck verloren. Dass ich eher der Biologie und Arterhaltung als meiner persönlichen Entwicklung Gehorsam hätte leisten sollen, haben mir schon meine Eltern vergeblich versucht einzuprügeln. Aber nun kriegte ich es auch mit der Fachwelt zu tun.

Frauen jenseits der, sagen wir, 32, haben es schwierig, keine Frage und auch keine Diskussion. Aber bleiben wir mal beim Kinderzeugen.

Szenario 1. Ist Frau in einer Partnerschaft, glücklich und zufrieden, über Kinder kann geredet werden, ohne, dass der Partner überlegt das Rauchen wieder anzufangen um nach dem Zigarettenkaufen nie wieder heimzukehren, dann wartet sie bis die Biologie ihren Teil erfüllt und katapultiert die Pille mit einem kleinen “Juchey” in den Müll.

Szenario 2. Frau ist in einer Verbindung mit einem Mann, für welche mehrere Definitionen in Frage kommen aber ob der ihnen allen gemeinen, und heute so hippen Freiheit sich alles offen zu halten, Undefiniertheit (ja sowas gibt es, die undefinierte Definiertheit) lässt sich die Frage über die Vorstellbarkeit von Kind geschweige denn der konkrete Plan der Umsetzung nicht klären. So darf Frau ihren schwungvollen Wurf nicht üben, muss sich schon 3 Wecker stellen, damit die Pille nicht vergessen (und ja, mit den Jahren nimmt die Vergesslichkeit zu) wird. Und sie rennt fröhlich weiter um den heißen Brei, während vor ihrem inneren Auge der Hase auf und ab hüpfend, lamentiert “ich bin zu spät, ich bin zu spät!”

Szenario 3. Frau ist Single. Kein Mann und schon gar nicht ein papa- tauglicher in Sicht. Kondome wie Pille kratzen am Ablaufdatum. 5 Jahres- Verhütung klingt wie ein Telekomvertrag auf Lebzeit, zum Eizelleneinfrieren ist es laut Gyn ja auch schon zu spät und mutet an wie Ostereier verstecken,die keiner findet.

Szenario 4. Glücklich, ob ein- oder zweisam, und ganz frei von dem Wunsch nach Vermehrung, lebt Frau ein Leben abseits der Diskriminierung von Familien, geht provokant alleine Abendessen und erlebt genüsslich den Luxus Essen heiß zu verzehren.

Eine kleine Rechnung (und kein Dreisatz!): Wollte ich mit 37 Kinder haben, müsste ich dafür mit 36 beginnen es praktisch umzusetzen, um dies zu tun, sollte ich ja mindestens 1 Jahr mit dem anderen Part zusammen sein, um aber ausreichend Zeit zum bequatschen gehabt zu haben, sollten gleichermaßen ca 6 Monate eingeplant werden (34.5) Das geht aber erst, wenn der Tanz, den wir aufführen, definiert ist. Zum Kennenlernen muss ich mir ja ebenfalls Zeit lassen, das dauert bei meiner Skepsis locker 4 Monate, 33.6. Da Männer, die all dem oben genannten entsprechen, sich nicht just in dem Moment materialisieren, wann ich es gerne hätte, geht obendrein für die Suche nach einem solchen eine gewisse Zeit drauf.

So dass ich, um diesen Plan zu erfüllen, mit 32,+/- Monate, den Mann fürs Leben kennenlernen muss.

Tja und da liegt der Hund begraben.

Nun ist der Zug abgefahren und die Bahngleise aus Rentabilitätsgründen, eingestampft!

Daher rührt der Blues aber gar nicht. Sorry euch allen, die den Kopf neigen und bedauernd einen Mundwinkel verziehen. Ja ich weiß, schämen sollte ich mich, dass ich meiner Rolle nicht gerecht werde. So eine Verschwendung von primären Geschlechtsmerkmalen!

Tatsächlich fühle ich die Diskrepanz zwischen der Quersumme und meinem amtlichen Alter. Oft bleibe ich in letzter Zeit vor diesen Geschäften stehen, in denen Mode des Typ “Walle Walle und ein Hoch auf die Asymmetrie” in anfallsartig kombinierten Farben und große Cat Eye Brillen verkauft, oder zumindest angeboten, werden. Nicht mehr stelle ich mir die Frage, WER zieht sowas an und wie gemein ist die Verkäuferin eigentlich?, sondern, welchen Typ extravagante Tante Dee will ich dann darstellen? Mit oder ohne Spleen und markant-pudrigen Duft?

Ich seh mich schon, wie ich im Altersheim den anderen ihre Prothesen verstecke…

Aber Hey, wie war das nochmal, wenn ich es bis jetzt nicht geschafft habe, erwachsen zu werden, dann kann ich es auch genauso gut sein lassen? Ich glaub, dass mache ich.
Und die Lösung gegen Blues? Reisen… Das hilft immer!

Begegnungen

Ein jedes Jahr vergeht. Ein auf das andere Mal frage ich mich, was hast Du in den letzten 365 Tagen gelernt und was hast Du erreicht.

2016 ist das Jahr in dem ich über Begegnungen nachdenke. Über Begegnungen mit Menschen, die bereits eine wichtige Rolle in meinem Leben spielen, über Begegnungen mit Patienten und über zufällige Begegnungen, die eine Veränderung in mir bewirken.
Nicht immer führen Begegnungen zu einer Freundschaft, einer Abneigung, Verbundenheit oder Mitgefühl, aber jede Begegnung hinterlässt eine Spur in uns. Oder viel mehr, sollte eine Spur hinterlassen. Denn wenn wir aufhören, Menschen an uns heranzulassen, verlieren wir die Fähigkeiten, wie Mitgefühl, Anteilnahme und Selbstlosigkeit zu empfinden.

May I know how to nourish the seeds of joy in myself every day
May I be able to live fresh, solid and free
May I be free from attachment and aversion, but not be indifferent (Hanh, Thich Nhat)
  1. die Verbundenheit mit Menschen in meinem Leben, die mein Rückhalt und Netz sind. Die Knoten, die ich mit euch knüpfte, wurden enger und bieten mir Boden, wo Treibsand ist. Trotz meiner Abwesenheiten, meinem Vagabunden-Dasein und meiner inneren Unruhe und Suche nach Mehr/Meer und Tiefe. Ihr seid der Grund, dass ich mich sicher fühle; egal, was ich angehe, in welches Schlamassel ich mich auch hinein manövriere und warum ich mich traue von euch wegzugehen um wo anders mein Glück zu finden. Eure Kritik an mir ist mein Kompass, eure Geduld meine Bank.
    Wenn ich etwas zurückgeben kann, dann bedingungslose Freundschaft und Liebe.
  2. die Arbeit mit meinen Patienten prägt mich jeden Tag, sie rühren mein Herz. Patienten, die einem Großteil der Welt ein Dorn im Auge sind, weil sie einem der Heuchelei und Doppelmoral entlarven. Sie auszugrenzen fällt einfacher, als das bisschen Herz zu finden liebenswürdig zu sein. Das Unbekannte lädt nicht mehr zu Offenheit ein, sondern zu voreiligen Schlüssen und individuellen Fakten. Vielleicht bin ich eine Träumerin, nein sicher sogar, denn ich möchte nicht meinen Beitrag zur Wohlstandsverwahrlosung und mittlerweile salonfähigen Ignoranz leisten.
  3. die Begegnungen mit Teflon-Menschen, Menschen, die den respektvollen Umgang verlernt haben. Die glauben, dass heutzutage sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen einen davor schützt Verantwortung zu übernehmen. Aber Begegnungen mit Menschen machen uns zu dem, was und wer wir sind. Diese Begegnungen halten uns den Spiegel vor, in den aber kaum noch wer sehen will, sonst würde die schmerzliche Erkenntnis einem die Laune verhageln, dass man zu Ich-bezogenen Trampeln entartet ist, dass es uns schwer bis unmöglich fällt, sich in die Situation anderer zu versetzen. Ich will das aber mit mir nicht machen lassen. Für mich selber und weil ich es Wert bin, gebe ich jeder dieser Begegnung, so kurz und nichtig sie auch erscheinen mögen, die Achtsamkeit, die allem gebührt. Ich lerne aus ihnen; ich erkenne mich besser in der Reflexion mit anderen. Ich weiß, dass in unserer Zeit Gefühle und Verletzlichkeit zu zeigen nicht mit dem Perfektionismus vereinbar ist, dem so viele hinterher rennen.

Jemandem zu sagen, dass man sie gern hat, ist ein Schuldbekenntnis, ist eine unnötige Zurschaustellung der eigenen Verwundbarkeit. Wir gehen alle nur noch auf Abstand, Abstand zu Neuem, zu Unbekanntem, zu Unkalkulierbarem. Unbemerkterweise nehmen wir aber damit auch Abstand zu uns selbst, zu all dem, was in uns lebt. Wir haben Angst vor dem Versagen und vor allem davor uns zu blamieren. Dabei ist es gar nicht schlimm sich zu blamieren. Es treibt uns an und gibt uns Sinn. Außer natürlich man sucht gar nicht nach Schwung und Antrieb, ist glücklich damit, sich selbst immer nur im bestmöglichen Licht darzustellen und allen Gelegenheit sich zum Narren zu machen aus dem Weg geht. Bedeutet aber auch, dass man nie wirklich jemanden an sich heran lässt. Denn nur dann laufen wir Gefahr uns zu blamieren, weil unser Herz sich daran beteiligt. Und wo sich das Herz erst einmal einmischt, ja da ist die Perfektion in großer Gefahr.tumblr_n75jstt50i1rqiomso2_r2_500


Meine Lehre aus dem Jahr 2016:
Scheiß auf die Perfektion. Ich selbst sein, mich trauen und mich erfahren. Meine Begeisterung für das Leben und die Menschen darin leben und atmen. Alle Menschen schätzen und respektieren, von Vorurteilen und dem Drang nach Vollkommenheit ablassen, denn es legt mich selbst nur in Ketten. Wir sind wie wir sind, voller Unebenheiten. Wir sind einander nie gleich, aber wer will das denn schon?

Die Farbenpracht unserer Unterschiede macht unsere Begegnungen doch so wundervoll.

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Understanding is the very foundation of Love (the five awarenesses)

Solo-Neujahrswalzer

Einunddreißig mal hat sich für mich das Jahr dem Ende geneigt, am Anfang recht unbewusst, in den jüngst zurückliegenden Jahren oft schmerzlich bewusst, und dabei hat sich mehr mein Leben geneigt und einen krummen Buckel davon getragen.
Die letzten Jahre war ich am Ende außer Atem, schwer geneigt dem bald auslaufenden Jahr einen Fußtritt zu verpassen.
Immer aber straffte ich meinen Buckel und dachte, es könne nur noch besser werden obwohl ich so viele Male auf die Nase flog, dass liegen bleiben sinnvoller erschien, als sich noch mal aufzurappeln und mit einem Schulterzucken das ganze noch mal anzugehen.

Wozu sich Vorsätze zusammenspinnen, wenn das Leben sein eigenes Skript hat, wozu etwas planen, wenn immer das Ungeplante eintrifft? Wozu über das “warum?” flennen, wenn die Antwort hässlicher ist als die Ungewissheit?
Wozu sich Gedanken um die innere Uhr machen, wenn ich die Zeit doch nicht anhalten kann?

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Ich freue mich weder über das neue Jahr, weil alles beim alten bleiben wird, noch trauere ich um das, das seine letzten Atemzüge tut.

In diesem Jahr hat mir das Leben das Herz gebrochen und ich kann es nicht verzeihen. Diesmal sind die Teile an der Wucht meines Schmerzes zermalmt worden.
RESILIENZ.
Sei stark sagt die Resilienz. Was dich nicht umhaut, macht dich nur stärker.
Immer wieder zieh ich mich aus dem Schlamm in der Überzeugung, dass der Schmerz Teil der Erfahrung ist. Sie ist so wahrhaftig, wie die Liebe selbst und das eine kann ohne dem anderen nicht.

Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein. R.M.Rilke

Frei von Angst bin ich geworden.
Angst vor Verlust? Wenn ich mich doch nicht an dich fesseln kann?
Angst vor dem Tod? Wenn es doch unausweichlich ist?
Angst vor dem Versagen? Wenn ich doch nur gewinne, in dem ich gebe?
Angst vor dem Ungewissen? Wenn ich dem doch keine Fackel in die Hand geben kann, um mich nicht in die Irre zu führen?

Das Jahr 2015 ist Schmerz und Selbst-Aufgeräumtheit durch Selbst-Aufgabe und Neuanfang.
Ich werde neugieriger je mehr Schmerz mich trifft, ich wachse an meinem Versuch Grenzen nicht zu akzeptieren und ich gewinne an meinem Mut.
Es möge kommen, was wolle und möge sich meine Illusion von der Liebe nicht erfüllen, ich habe etwas gefunden, das mich hoffen und meinen Puls am rasen hält.

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Ich werde ins Jahr 2016 gehen so wie ich es am liebsten mag: mit müdem Blick, zerstreutem Haar, mit einem unsicheren aber grenzenlos der Liebe vollen(und liebestollen) Herzen und einem Lächeln und mit
mit einem Rucksack zu den Füßen und dem Flugticket in der Hand.

Liebe ist (…) ein erhabener Anlass für den Einzelnen, zu reifen, in sich etwas zu werden, Welt zu werden, Welt zu werden für sich um eines anderen willen. R.M.Rilke

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Quellen:
WordPorn (poem)
Facebook (dog photo)
DeedamitRucksack

Botschaft

Ich weiß nicht, wieviele meinen Blog lesen, vor allem nicht bei wievielen die Botschaften ankommen.

Nicht, dass ich behaupte den Sinn des Lebens begriffen zu haben oder gar zu wissen, was einem ein ERFÜLLTES Leben versichert.

Die Botschaften, die ich versuche in meinen Einträgen zu vermitteln, sind Lehren, die ich selbst gezogen haben, die das Leben mir erteilt hat.

Als aller erstes und am essentiellsten für mich zum Überleben, Brücken bauen und Vertrauen übermitteln, ist ein Lächeln.
Ich lache für mein Leben gerne. Schon zu oft haben mir Leute gesagt, ich lache ZU laut. HALLELUJA noch eins, wessen einziges Manko ein lautes Lachen ist, der ist ein glücklicher Mensch!
Ich schäme mich nicht dafür und keiner hat es noch geschafft, dass ich damit aufhöre, denn mein Lachen ist ansteckend.
Mein Lächeln überwindet Sprachbarrieren und gibt Sicherheit.
Ich reiße gerne Witze, am liebsten über mich (das war ein langer Weg). Sich selbst zu ernst und wichtig zu nehmen vereitelt einem den Blick auf das, was verbessert gehört – dringend.

Eine andere Botschaft ist, dass der Kontakt mit anderen Menschen mich bereichert, meinen Visus korrigiert, mir neuen geilen Gerichten die Türe öffnet, mich zu einer Kosmopolitin werden lässt.
Ich will überall hin, ich will von überall sein.
Ich bin weder Singhalesin, noch Kärntnerin. Ich bin von allem ein bisschen.

Ich habe gelernt, was Liebe ist, und wie vernichtend und erfüllend sie sein kann.
Sich zu trauen jemanden sein Innerstes Preis zu geben trotz der wiederholten Sturzflüge auf die Nase, ist ein Risiko, das ich wieder und wieder eingehen würde.
Vielleicht bin ich mit 80 noch Single, aber wieviele Gedichte und Erinnerungen habe ich geschrieben und gespeichert, die ich alle mal unserer (Uschis und Bernhards hauptsächlich) süßen Marie erzählen darf?
Alles und jeder ist es Wert, dass Risiko einzugehen ein Stück meines Herzens an diese Begegnung zu verlieren.

Gleichzeitig habe ich gelernt, wie schwer es mir fällt loszulassen, was los will.
Ich glaube, das wird für mich eine lange Lehre sein.

Ich ging auf Einsatz um mich selbst zu testen, um meine Werte auf die Probe zu stellen.
Ich bin hier und ich fühle mich verloren.
Verloren in all dem Hass um mich herum, der Habgier der Wohlstandsbevölkerkung, dem Neid der IPhone-Besitzer auf den Flüchtling mit dem Smartphone.
Der Mensch hat seine Rechte verloren, das Recht auf Besitz, das Recht auf Sicherheit und Schutz.
Bin ich Flüchtling, so muss ich gesenkten Hauptes, mit nur den Fetzen am Leib und kaputten Schuhen, vor das reiche Europa treten. Ich darf kein junger Mann sein, sondern muss in eine der Schubladen, Frau mit Kind, Familie, Alter Mensch fallen, sonst bin ich ein Vergewaltiger und Mörder. Ich muss die einzigen für mich bekannten Traditionen, Ansichten, Wertvorstellungen und Prinzipien gegen die einer fremden Kultur tauschen, sonst bin ich ein radikaler Ausländer, der nur schmarotzen kommt.
Ich muss binnen Sekunden eine Sprache sprechen, von der ich vorher nicht mal gewusst habe, wo genau sie gesprochen wird. Ich darf keine Identität und keine Persönlichkeit haben.
Nur dann bin ich ein Flüchtling, der es wert ist geholfen zu werden.

Ich möchte mich von Menschen distanzieren, die so denken. Ich will in keiner Welt leben, die nicht aus Fehlern lernt. Aber diese immer wieder übertrumpft.
Ich will nicht mehr heucheln müssen und akzeptieren, dass über Anders-Fühlende, Anders-Aussehende, Anders-Sprechende abfällig geredet wird und das auch noch gesellschaftsfähig ist.
Ich will nicht Neger genannt werden und ich will nicht hören, dass Neger doch kein Schimpfwort sei.
Ich habe noch nie einen Deutschen Piefke, einen Serben Jugo oder einen Türken Knoblauch-Fresser genannt.
Das alles sind Hilfsausdrücke für Menschen, die jeden anderen hassen, der nicht is(s)t wie sie.

Hass. Der Buddhismus lehrt, dass Hass ein Stück heiße Kohle ist, den man in der Hand hält. Er verbrennt einen und man ist nicht in der Lage ihn los zu lassen.
Ich habe einmal gesagt, ich hasse dich, und bereue es bis jetzt.
Das Wort ist hässlich, es ist grausam und macht einen einsam.

DeedamitRucksack

Ein neues Kapitel (all denen gewidmet, die mein süßer Strauss Blumen in Wien waren)

Mein Rucksack und ich.

Wir haben uns wieder auf den Weg gemacht. Wohin ist nicht ganz klar. Der Zwischenstop dafür schon: Velden am Wörthersee. Zu den Ursprüngen wenn man so will.
Dabei mag ich Abschiede nicht. Damit kann ich genauso wenig umgehen wie mit Verlusten und Trennungen.
Diese drei Dinge will mir mein Leben aber anscheinend auf Biegen und Brechen lehren und wenn ich mich noch so sehr sträube, dann kommt es beim nächsten mal umso dicker.

Wie ein gutes Buch besteht auch das Leben aus vielen Kapitel, manchmal enden sie früher und eher als es einem recht ist. Aber Kapitel sind wichtig.
Nichts ist schlimmer als ein Buch, das in einer langen Wurst ohne Absatz dahin geht. Da kommt schnell der Eindruck auf, der Autor hätte Angst um seine Leser, die er verlieren würde, würden sie eine Gelegenheit bekommen das Buch weg zu legen um aufs Klo zu gehen um dann auf der Schüssel zu beschließen, dass langweilige Bücher die Zeit nicht wert sind.
Kapitel sind da um Luft zu holen, sich auszuloten und Richtung zu finden.

Die letzten paar Kapitel in meinem Buch waren eine Abfolge von Dramatik, Dummheiten und Desillusionierungen. Das Buch wegzulegen ist eine große Verführung. Aber ich müsste an Ort und Stell und genau jetzt wiedergeboren werden um ein neues Buch zu schreiben und wie wahrscheinlich wäre das? Also muss ich in meiner Geschichte bleiben. Wenn ich anhand der letzten Passagen ein Genre finden müsste, wäre es wohl eine Slapstick-Tragödie mit Hang zu Theatralik.
Eben wie bei einem guten Buch, muss auch ich über mich lachen, den Kopf schütteln und mich ernsthaft fragen: “was hab ich denn geschnupft als ich DAS für eine gute Idee hielt?!” Da sind auch viele Tränen, Seufzer und “was wäre wenn”s gewesen. Dinge, die ich so gerne anders machen würde aber eine “delete “-Taste gibt es nicht, ich kann diese Seite nicht in den Müll werfen und neu tippen.

Sieben Kisten, ein pinker Koffer, ein voller Fiat und mein guter alter Rucksack.
Wien liegt hinter mir aber ich hoffe irgendwann liegt es wieder vor mir.

Die letzten 1.5 Jahre waren voller Momente, von denen manche einzigartig und andere nur zum davon-laufen waren.
Ein nackter Mann wird mir nie wieder die Schames-Hitze auf die Wangen treiben.
Ein humorloser hingegen ist ein klassischer Dealbreaker, v.a wenn ich zu hören bekomme, ich sei ja gar nicht so langweilig. Das von jemandem, dem das Lachen auf halbem Weg im Gesicht erfriert, als ob seine Muskel nicht dafür gemacht wären. Ich war erschüttert…
So viel zu meinen ersten Erfahrungen mit Dates. Bevor ich nach Wien kam, musste ich das Wort nachschlagen und begriff es dennoch nicht aber ich war schnell belehrt. Fazit: es gibt solche, die einem den Grusel in die Fingerspitzen treiben und solche, bei denen es in den Ohren nur “mhhh mhhh mhhh” trällert.

Ich glaube noch an die Liebe, die einem Wolken unter die Füße zaubert und einen wie eine frisch eingedrehte LED-Lampe strahlen lässt. In Wien war sie nicht, aber vielleicht ist mir in dem Moment auch wieder ein Schuhband aufgegangen und er ist an mir vorbei spaziert.

Ich habe wundervolle Menschen kennengelernt und zu alt-bekannten tiefere Verbindungen geschlossen. Viele Begegnungen haben mich selbstbewusster werden lassen. Wer mein Lachen und meine Art zu laut und schräg findet, darf gerne weitergehen.

Heutzutage muss ein jeder auf der Hut sein nicht als narzisstisch zu gelten, wenn man zu sich selbst steht und den Spiegel nicht verhängen muss, damit das Bild einem den Tag nicht verhagelt. Auch auf die Gefahr hin, dass man mich für selbstverliebt halten möge: Ich mag mich. So ziemlich alles an mir.
Dieses Selbstbewusstsein und die Menschen, die mich lieb haben waren in den letzten vier Wochen lebensrettend. Dabei wurde gerade das jemanden lieben und lieb haben mir zum Verhängnis, wie immer, wenn ich es genau bedenke.

In den letzten Wochen hat es sich leichter angefühlt, nicht mehr zu wollen, zu versuchen, zu träumen. Einfach aufgeben.
Die deutsche Sprache hält viele Synonyme für das Wort “Aufgeben”  parat:
Das Feld räumen
Die Waffen strecken
Das Handtuch werfen
Die Flinte ins Korn werfen
Die Segel streichen

… Und ich war kurz davor, nein sehr nah dabei.
Aber im Endeffekt bin ich zu neugierig auf das, was kommt und wenn ich etwas aus den Sprichwörtern mitnehme, dann die Segel. Aber die, in die der Wind bläst. Selbst wenn es ein weiteres Kapitel ist, in dem mein Leben mich der Kapitulation näher bringen will, das ist keine Liebschaft, die funktionieren wird.

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Anstatt das Buch zuzuschlagen halte ich mir alles offen.
Jetzt noch mehr als beim letzten Mal.

Fliegen….
Und wenn ich für Dich fliegen muss. Und wenn ich für Dich fliegen muss.
Krieg ich das irgendwie hin. Krieg ich das irgendwie hin.
Und wenn ich für Dich fliegen muss. Und wenn ich für Dich fliegen muss.
Kriegen wir das irgendwie hin.

Ich werde weiterhin laut kreischen und lachen, wenn mir danach ist und ich freue mich auf alle, die ich damit anstecken kann.

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Ein Schwan

Es gab noch nie eine Situation, die mir die Sprache verschlagen hätte, ich dachte auch nicht, dass so etwas existiert, außer jemand wäre so strunzdoof, dass es mich so sehr angestrengt hätte, die richtigen an die Intelligenz zugeschnittenen Worte zu finden, so dass ich beschlossen hätte etwas zu tun, was ich sonst nie tue: den Mund zu halten. Zur Zeit verschließt sich mir der Mund von selbst. Ich fragte selten nach den Sinn des Lebens. Das tun so viele und keiner weiß es. (Außer Douglas Adams natürlich) Jetzt begreife ich den buddhistischen Ansatz “Leben ist Leid”. Das Ziel ist dieses Leid zu beenden und ins Nirvana zu gelangen, so lange ich wieder geboren werde, solange leide ich. Sich von dem Leid frei zu machen, meinem zweiten Namen entsprechend zu sein, nämlich gleichmütig (Upeksha), standhaft gegenüber allen Gefühlen, ob gute oder schlechte, und mich nicht von ihnen mitreißen zu lassen, ist für mich gerade unmöglich. Ich muss hinnehmen, was ich nicht ändern kann. Los lassen. Zu lieben bedeutet den anderen und seine Existenz als unbeständig wahrzunehmen. Und wahrlich, wir sind unbeständig. Wer liebt, haftet an und wer anhaftet erleidet einen schweren Verlust. Am 07. April haben wir, Dewasurendras, verloren. Wie wir verloren haben. Unsere Liebe hatte verloren. Sie konnte dich nicht bewahren und ich kann mich nicht vor dem Schmerz bewahren. Wir sind eine große Familie, einundzwanzig Enkel zählte unsere Großmutter stolz. Nun nur zwanzig. Wir haben gelacht und getollt, unser Leid zwischen zwei Stühlen zu sitzen beklagt, uns Mut und Zuneigung zugesprochen. Du hast mich bestätigt und mich gelobt. Du hast meinen Blog über Google Translate gelesen und dich amüsiert. Du hast mit mir Späße gemacht und über mich gegrinst. Unsere kleinen Cousinen die Schamesröte auf die Wangen getrieben, weil du sie in der Öffentlichkeit umarmt hast. Du warst meinem Bruder der fehlende Bruder. Es ist nicht einfach, es ist mehr als nur schwierig, los zu lassen von dir. Ich sah deinen Körper, berührte deine Locken, sie waren so sprunghaft wie eh. Diese Reise, in die wir gestoßen werden, bei der nicht gefragt wird, ob wir wollen, sie zwingt uns zu laufen, ohne Orientierung unser Ziel zu finden, von dem wir keine Ahnung haben, was es sein soll. Auch wissen wir nicht wann, wo und wie es zu Ende geht. All dem hast du einen Strich durch die Rechnung gemacht. Du wolltest nicht, du konntest nicht und hast über wie wo und wann entschieden ohne das Leben nach der Meinung zu fragen. Du hast beschlossen diese Reise zu beenden. Nicht mit uns zu wandeln auf unserer Suche. Es ist wahr. Aber noch nicht angekommen bei mir. Du bist weg. Aber ich höre dich noch lachen. Ein Teil von mir ist mit dir mit verbrannt. Dennoch haben wir es uns zum Versprechen gemacht, glücklich zu sein – für dich. Ich kann nur nicht sagen, wann.

The Hours In your Sunshine Are Radiating Alongside our path

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