Ein Schwan

Es gab noch nie eine Situation, die mir die Sprache verschlagen hätte, ich dachte auch nicht, dass so etwas existiert, außer jemand wäre so strunzdoof, dass es mich so sehr angestrengt hätte, die richtigen an die Intelligenz zugeschnittenen Worte zu finden, so dass ich beschlossen hätte etwas zu tun, was ich sonst nie tue: den Mund zu halten. Zur Zeit verschließt sich mir der Mund von selbst. Ich fragte selten nach den Sinn des Lebens. Das tun so viele und keiner weiß es. (Außer Douglas Adams natürlich) Jetzt begreife ich den buddhistischen Ansatz “Leben ist Leid”. Das Ziel ist dieses Leid zu beenden und ins Nirvana zu gelangen, so lange ich wieder geboren werde, solange leide ich. Sich von dem Leid frei zu machen, meinem zweiten Namen entsprechend zu sein, nämlich gleichmütig (Upeksha), standhaft gegenüber allen Gefühlen, ob gute oder schlechte, und mich nicht von ihnen mitreißen zu lassen, ist für mich gerade unmöglich. Ich muss hinnehmen, was ich nicht ändern kann. Los lassen. Zu lieben bedeutet den anderen und seine Existenz als unbeständig wahrzunehmen. Und wahrlich, wir sind unbeständig. Wer liebt, haftet an und wer anhaftet erleidet einen schweren Verlust. Am 07. April haben wir, Dewasurendras, verloren. Wie wir verloren haben. Unsere Liebe hatte verloren. Sie konnte dich nicht bewahren und ich kann mich nicht vor dem Schmerz bewahren. Wir sind eine große Familie, einundzwanzig Enkel zählte unsere Großmutter stolz. Nun nur zwanzig. Wir haben gelacht und getollt, unser Leid zwischen zwei Stühlen zu sitzen beklagt, uns Mut und Zuneigung zugesprochen. Du hast mich bestätigt und mich gelobt. Du hast meinen Blog über Google Translate gelesen und dich amüsiert. Du hast mit mir Späße gemacht und über mich gegrinst. Unsere kleinen Cousinen die Schamesröte auf die Wangen getrieben, weil du sie in der Öffentlichkeit umarmt hast. Du warst meinem Bruder der fehlende Bruder. Es ist nicht einfach, es ist mehr als nur schwierig, los zu lassen von dir. Ich sah deinen Körper, berührte deine Locken, sie waren so sprunghaft wie eh. Diese Reise, in die wir gestoßen werden, bei der nicht gefragt wird, ob wir wollen, sie zwingt uns zu laufen, ohne Orientierung unser Ziel zu finden, von dem wir keine Ahnung haben, was es sein soll. Auch wissen wir nicht wann, wo und wie es zu Ende geht. All dem hast du einen Strich durch die Rechnung gemacht. Du wolltest nicht, du konntest nicht und hast über wie wo und wann entschieden ohne das Leben nach der Meinung zu fragen. Du hast beschlossen diese Reise zu beenden. Nicht mit uns zu wandeln auf unserer Suche. Es ist wahr. Aber noch nicht angekommen bei mir. Du bist weg. Aber ich höre dich noch lachen. Ein Teil von mir ist mit dir mit verbrannt. Dennoch haben wir es uns zum Versprechen gemacht, glücklich zu sein – für dich. Ich kann nur nicht sagen, wann.

The Hours In your Sunshine Are Radiating Alongside our path

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